Archiv für ‘Review’ Kategorie

Elasticsearch: Ein praktischer Einstieg (Buch)

Samstag, Dezember 26th, 2015

Das Buch „Elasticsearch: Ein praktischer Einstieg“ ist ein deutsches Buch von Florian Hopf.

Was schnell auffällt: Florian Hopf schafft es schnell den Rahmen für Elasticsearch zu schaffen ohne dabei zu weit auszuholen. Auf den ersten zwei Seiten wird die Historie, der Bezug zu Lucene und dem Apache Solr Suchserver geschaffen. Dabei wird Elasticsearch auch sogleich zu Solr abgegrenzt.

Angenehm fällt auf, dass für die Beispiele auf der Kommandozeile ein mündiger Leser, der mit seinem Betriebssystem umgehen kann, vorausgesetzt wird. Auf Bilderbuchanleitungen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen wird an dieser Stelle verzichtet und damit ein fokussierter Lesefluss ermöglicht.

In den ersten Kapiteln werden wichtige Konzepte und der Hintergrund von Elasticsearch und Lucene eingeführt.
Weiter geht es mit Grundlagen zu Informationretrieval mit Analyse, Tokenization und Stemming sowie Selektion, Sortierung und Scoring von Ergebnissen.
Nach dem Thema Indizierung aus verschiedenen Datenquellen wird in Kapitel 6 zum Thema Verteilung und Skalierung eine gute Einführung gegeben.
Auch zu den verschiedenen Zugriffsmöglichkeiten, Datenmodellierung und Einsatz von Elasticsearch als zentrales Loggingsystem und Konfiguration/Monitoring für produktiven Betrieb finden sich Einführungen.
Bei allen Abschnitten sind viele Querverweise angegeben, so dass der Leser nach dem Einstieg die Möglichkeit hat mittels Onlinequellen tiefer einzutauchen.

Dem Buch merkt man an, dass der Autor Florian Hopf langjährige Erfahrung mit Lucene, Apache Solr und auch Elasticsearch hat. Es handelt sich hier um ein Buch aus der Praxis für die Praxis mit guten Beispielen, die nachvollziehbar sind und zum Experimentieren anleiten. Das sollte man dabei dann aber auch: Aufgrund der vielen Beispiele zielt das Buch eher auf direktes Ausprobieren, als einen Leser, der das Buch erst durcharbeitet oder den Unterwegs-Leser.

Negativ aufgefallen sind dabei Links, die das http Protokoll nutzen, obwohl die Inhalte auch per https geschützt verfügbar wären. Gerade bei Seiten, die als Quelle für Softwareinstallationen (Java JVM, Elasticsearch) dienen, wäre hier die abgesicherte Alternative vorzuziehen. (Dabei ist in dem Kommandozeilenbeispiel für den Elasticsearch Download https gezeigt, möglicherweise sind die Links daher im Produktionsprozess vom Setzer „angepasst“ worden.)

Das Buch basiert auf Elasticsearch Version 1.6 obwohl zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits Elasticsearch 2.1.1 aktuell war. Da hier im wesentlichen neue Funktionen hinzugekommen sind, alte jedoch weiterhin verfügbar sind, ist das kein grosses Problem. Ist der praktische Einstieg in Elasticsearch erst einmal geglückt, fällt es leicht auch die neuen Funktionen einzuordnen und in seinen Anwendungsfällen zu integrieren. Zudem hat Florian Hopf auf der Webseite zum Buch auch direkt passende Informationen genau zu dem Thema bereitgestellt: http://elasticsearch-buch.de/2015/12/16/elasticsearch-2.html

Fazit: Es gibt verschiedene Gründe, sich das Elasticsearch Buch zuzulegen. Zum einen handelt es sich um ein Werk, das in deutsch nativ verfasst wurde, und sich entsprechend angenehm lesen lässt. Zum anderen ist der Einstieg wirklich praxisorientiert: Effizient auf den Punkt gebracht und dabei einprägsam ohne störende Schnörkel. Wer dieses Buch gelesen hat, schafft es bestimmt erste Anwendungen mit Elasticsearch erfolgreich umzusetzen und – falls nötig – sein Wissen mit Hilfe der weiterführenden Quellen zu vertiefen.

Das Buch „Elasticsearch: Ein praktischer Einstieg“ ist für 32,90 Euro bei Amazon als broschierte Ausgabe erhältlich.
ISBN Nummer: 978-3-86490-289-5
Verlag: d.punkt

Die Rezension „Elasticsearch: Ein praktischer Einstieg“ wurde von Thomas Kruse verfasst. Thomas Kruse ist als Berater, Architekt und Coach für die trion development GmbH tätig. Er befasst sich dabei unter anderem mit der Konzeption von Softwaresystemen, die Elasticsearch verwenden. In seiner Freizeit engagiert er sich für OpenSource Projekte und leitet die Java Usergroup in Münster.  Für die Rezension wurde ein Exemplar des Buches zur Verfügung gestellt.

 

Computer Forensik Hacks

Sonntag, Juni 24th, 2012

Das Thema Forensik ist ein Aspekt der IT, der immer stärkere Beachtung findet – weniger für (Java) Software-Entwickler, jedoch ist das Thema sicher für den einen oder anderen eine willkommene Abwechslung zum Alltag. In dem Buch Computer-Forensik Hacks finden selbst Computer Forensik Experten sicherlich das eine oder andere praxistaugliche Rezept, denn das ist das Konzept der „Hacks“ Serie von O’Reilly.

Das Buch „Computer Forensik Hacks“ ist eine gute Mischung aus Theorie und direkter Anwendung für die Praxis. Das macht es interessant zu lesen und lädt zum direkten Ausprobieren ein. Dass sich dabei Rezepte wie „Cold Boot“ finden, die erst seit relativ kurzer Zeit publizierte Vorgehensweisen aufgreifen spricht für die Aktualität des Buches. Bei den Rezepten sind die drei großen Betriebssysteme Windows, MacOS und Linux vertreten – zum einen sicherlich um eine große Zielgruppe zu haben, zum anderen hat man als Forensiker nicht den Luxus sich auszusuchen, was für ein System man gerne analysiert.

Auch für reine Anwender, die lernen möchten, mit welchen Methoden ihren sicher geglaubten Daten beigekommen werden kann, lohnt sich ein Blick in das Werk. Es sensibilisiert für Datenspuren, erklärt die Zusammenhänge und liefert somit wichtiges Grundlagenwissen.

Neben den Rezepten und fundierten Grundlagen stellen die Autoren viele Werkzeuge vor, dabei helfen Links auf die kostenfreien Tools dabei, ein Rezept einfach selbst umzusetzen. Dabei finden sich auch überraschende Rezept, wie z.B. das booten eines MacOSX Images unter VirtualBox auf einem normalen Intel PC – das ist praktisch, damit man die Daten und Inhalte des Images  im „Echtbetrieb“ analysieren kann.

Für Webentwickler und Betreiber kleinerer dynamischer Seiten eignen sich die „Hacking“ Tipps, um sich gegen entsprechende Angriffe zu wappnen. Auch wenn dieser Teil eher kurz gehalten ist, rundet er das Buch als Gesamtwerk ab und hilft so, das Wissensspektrum zu erweitern. Vertiefende Lektüre ist zu jedem Bereich des Buches – anschließend – sicherlich eine Hilfe für denjenigen, der tiefer einsteigen möchte.

Als kleiner Wehrmutstropfen kann attestiert werden, dass mobilen Geräten kein eigenes Kapitel gewidmet ist. Vielleicht wird das in einem nachfolgenden Werk behandelt.

Als kleiner Tipp: Das Buch eignet sich auch als Geschenk für sich selbst, Freundin oder Freund. Zur Bestellung bei Amazon: Computer-Forensik Hacks

 

Review: Einstieg in Java

Mittwoch, Mai 4th, 2011

Das Videotraining „Einstieg in Java – Das Praxis-Training“ aus der Reihe Video-Training von Galileo-Computing führt die Java-Entwicklung ein. Das interaktive Java-Training richtet sich an Programmiereinsteiger und Javaeinsteiger. In 8 Stunden werden Grundlagen wie Variablen, Java-Datentypen und objektorientierte Programmierung mit Java vermittelt. Auch Themen für Fortgeschrittene, wie Java-Swing, Java-Collections und Thread-Programmierung kommen zur Sprache. » More: Review: Einstieg in Java

 

Bekenntnisse eines Redners (Buch)

Mittwoch, Juni 2nd, 2010

Es gibt viele Bücher, die Rezepte versprechen – besonders bei Themen, die schwierig sind: Abnehmen, Rauchen-aufhören, … und öffentlich präsentieren. Viele würden lieber mit dem Rauchen anfangen und wieder aufhören als eine Rede bzw. Präsentation zu halten.
Neidisch und voller Ehrfurcht blickt man auf  Menschen im Rampenlicht, die so souverän und scheinbar problemlos fesselnde Vorträge halten. Scott Berkun gibt einem mit dem Buch „Bekenntnisse eines Redners“ die Gelegenheit hinter die Kulissen zu blicken. Dabei werden Aspekte beleuchtet, die man in einem solchen Buch vielleicht gar nicht erwarten würde: Was verdient man eigentlich als Redner? Wie sieht ein Fernsehstudio von innen aus? Was ist das peinlichste, dass einem Redner passieren kann? » More: Bekenntnisse eines Redners (Buch)

 

Pro JPA 2 (Book review)

Freitag, Januar 8th, 2010

Mike Keith and Merrick Schincariol authored a book which focuses on JPA 2, the Java persistence API which is now included in the Java EE 6 specification.

JPA has its origins in object relational mapping tools like hibernate, JDO or TopLink. While JPA was originally created as a standard for the Java enterprise stack, it did not take much time until it was was also used in the Java SE environment. JPA is easy to use and helpful if integrated into Desktop applications whenever object relational mapping  makes sense.

While JPA is covered in Java EE books as well, Pro JPA 2 only focuses on JPA and provides a profound coverage of the topic, attracting all kinds of developers. The books does not require previous knowledge of JPA 1 or other object relational mapping technology. A basic understanding of database systems, SQL and JDBC is required, but the required knowledge can be achieved by using Wikipedia or any introductory article.

The book motivates the usage of ORM (object relational mapping) software by showing the differences to JDBC, proprietary APIs, EJBs, and JDO. After reading the first pages, you are already able to write your first JPA 2 application, getting an overview of the various parts of JPA, configuration and running the application in a Java SE environment. This is especially useful for beginners, who are able to understand how the different parts operate  and are encouraged to try out the technology.

The third chapter provides a short introduction to Java EE and explains the role of JPA in the context of an enterprise application with an emphasis on transaction and dependency management. The following chapters focus on the many aspects of ORM, many UML diagrams help understanding the context. Advanced topics like caching, deployment, packaging and testing are covered as well, contributing to the good overall impression of the book.

The last chapter helps users who need to migrate from CMP entity beans, JDBC or other ORM solutions to JPA 2 and introduces related enterprise design patterns.

In a nutshell, the authors manage to satisfy both the needs of novice and experienced developers with a good introduction and an in-depth coverage. » More: Pro JPA 2 (Book review)

 

Modular Java (Buch)

Donnerstag, Dezember 24th, 2009

Das Buch „Modular Java“ von Craig Walls erklärt auf praktische Weise, wie modulare Java Anwendungen auf Basis des Spring Framework und OSGI entwickelt werden.

Das Buch setzt die hohen Standards der Pragmatic Bücher fort. Bücher aus der Pragmatic Books Serie präsentieren relevante Inhalte so in einer ansprechenden Form, dass sie zum direkten ausprobieren motivieren.
OSGI verspricht die in Softwareprojekten auftretende Komplexität unter Kontrolle zu halten. Dies wird dadurch erreicht, dass einzelne Module isoliert voneinander gehalten werden, und loose Kopplung mittels definierter Dienstenutzung und Angebot eigener Dienster gefördert wird. Man kann sich OSGI als eine Ausprägung von Service oriented architecture (SOA) innerhalb der Java Virtual Machine vorstellen. Die Wurzeln von OSGI stammen von embedded Umgebungen, zwischenzeitlich ist OSGI auch Dank Desktopanwendungen wie Eclipse, das auf OSGI setzt, populär geworden. Nach embedded und der Desktop kommt OSGI nun auch auf den Server. » More: Modular Java (Buch)